2.3 TORNADOS

2.3.3 Böenfrontwirbel

Böenfrontwirbel sind Wirbel , die sich entlang - gewöhnlich rasch ziehenden - Böenfronten entwickeln. Solche Wirbel können sich bis zur Wolkenuntergrenze ausdehnen und durch Kondensation von Wasserdampf sichtbar werden (oder nicht). Wenn sie eine Verbindung zur Wolke aufweisen, können Böenfrontwirbel als Tornados bezeichnet werden. Jedoch sind sie es oftmals nicht. Man ist der Ansicht, dass sich Böenfrontwirbel als Folge von Scherungsinstabilitäten entlang der Böenfront eines Gewittersystems bilden.

Tornados sind begünstigt durch...
  • niedrige LFC und hohe CAPE-Werte, die unterhalb 3km freigesetzt werden
  • vorherrschende vertikale Wirbelhaftigkeit
  • LCLs unter 1500m, bevorzugt unter 1000m

(starke) mesozyklonale Tornados sind begünstigt durch

  • starke 0-1km SRH
  • starke 0-1km Windscherung von ungefähr 10 m/s oder höher

Nichtmesozyklonale Tornados sind begünstigt durch

  • eine vorherrschende Windsprunglinie
  • schwache 0-1km Scherung von 5m/s oder weniger
  • vorherrschende vertikale Wirbelhaftigkeit in den unteren Höhen, z.B. entlang einer Konvergenzlinie oder Land/Seewindfronten
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