3.2 Der Gebrauch von Vorhersageparametern

Traditionell spielen Parameter, welche aus Radiosondendaten und numerischen Modellen abgeleitet sind, eine Rolle bei der Vorhersage konvektiver Stürme. Beispiele für derartige Parameter sind der Lifted Index, der K-Index und der Boyden-Index. Diese Parameter sind allgemein durch Terme aus Temperatur und Feuchtevariablen in bestimmten Troposphärenhöhen bestimmt und können entweder durch Beobachtungsdaten oder Vorhersagedaten aus numerischen Atmosphärenmodellen berechnet werden.

Die Fertigkeiten vieler Vorhersageparameter als Predikatoren für Gewitter variieren stark (z.B. Haklander und van Delden, 2003; Manzato, 2003). Sonstige Vorhersageparameter, die entwickelt wurden, beziehen sich nicht auf die Wahrscheinlichkeit von Gewittern, sondern lediglich auf die allgemeine Gefährdung durch Unwetter in Verbindung mit konvektiven Stürmen. Beispiele sind der SWEAT-Index und der allgemein als Craven Significant Weather Index bekannte Index. Es gibt auch Parameter, die die Gefahr großen Hagels, schwerer Winde oder Tornados im Besonderen behandeln. Beispielsweise wurden der Energie-Helizitäts-Index (EHI) und der Signifikante Tornado Parameter (STP) als Predikatoren für Tornados entwickelt.

Einige Schwächen von einigen der Vorhersageparameter sind...

Beispiele für Parameter, die nur in bestimmten Bereichen arbeiten, sind der K-Index und der Total-Totals-Index, die die Temperatur und den Taupunkt in 850hPa in ihren entsprechenden Formeln beinhalten. Das Druckniveau wurde vermutlich als eines ausgewählt, das die Grenzschicht darstellen soll. Über den mittleren USA ist der Erdboden allgemein nahe 950hPa an vielen Orten. Auf Meereshöhe jedoch kann die 850hPa-Höhe durchaus über der Grenzschicht liegen und daher nicht repräsentativ für die Luft sein, welche in einen Gewitteraufwind strömt.

Natürlich verlangt der zweite Punkt nach weiterer Klärung. Das Problem bei vielen Parametern ist, dass sie entweder nichts physikalisches darstellen oder versuchen, viele physikalische Größen in einer Formel zu verknüpfen. Ein besonders schwieriges Beispiel ist der Unwettergefahrenindex (SWEAT) :

wo f der Winkel zwischen der Windrichtung in 850hPa und 850hPa und TT der Total-Totals-Index ist.

Dieser Index versucht die Labilität einzugliedern, indem er den TotalTotals-Index einschließt, welcher ein anderer Index ist, der auf Temperatur und Taupunkte in verschiedenen Druckniveaus basiert. Zusätzlich berücksichtigt der SWEAT-Index die Windscherung in den letzten drei Termen. Der Effekt der Rechtsdrehung des Windes mit der Höhe, wie im letzten Term ausgedrückt, ist vermutlich dazu beabsichtigt, die SRH zu berücksichtigen. Dieser Parametertyp stellt dem Vorhersage einen Wert für jeden Ort zur Verfügung, bringt aber keine Information über Labilität oder Windscherung, die der Vorhersager vermutlich getrennt betrachten will. Zusätzlich berücksichtigt er noch nicht die "Zutat" Hebung. Falls sich eine Vorhersage, die überwiegend auf diesem Parameter fußen würde, als falsch herausstellt, wäre nicht eindeutig, warum sie falsch war. Sie ermöglicht dem Vorhersager nicht, aus früheren Erfahrungen zu lernen.

Es wird daher empfohlen, dass diese Parameter nur innerhalb eines konzeptionellen Rahmens auf einer zutatenbasierenden Vorhersagemethodik verwendet werden. Parameter können darin benutzt werden, das Vorhandensein und die Größenordnung einiger Zutaten einzuschätzen, z.B. gibt es Parameter, die Hebung und Labilität abschätzen.

Eine Liste empfohlener Vorhersageparameter wird im nächsten Abschnitt angegeben.

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