| Parameter |
gebräuchliche Abkürzung |
Einheit |
Beschreibung und Verwendung |
LABILITÄT |
| CAPE basierend auf Einstrahlung |
SBCAPE |
J/kg |
Predikator für die Intensität des Aufwinds (was wiederum stark vom Gewittertyp abhängt). Schwergewitter können bei ein paar 100 J/kg auftreten, wenn die Windscherung stark ist. Bei schwacher Windscherung sind 2000 J/kg typisch für Umgebungen eines Schwergewitters. |
| gemittelter CAPE aus den untersten 50hPa |
MLCAPE50 |
J/kg |
Predikator für die Intensität des Aufwinds (was wiederum stark vom Gewittertyp abhängt). Schwergewitter können bei ein paar 100 J/kg auftreten, wenn die Windscherung stark ist, doch 1000 J/kg oder mehr sind typisch, wenn die Windscherung nur mäßig oder schwach ist. |
| labilster CAPE |
MUCAPE |
J/kg |
Predikator für die Intensität eines Gewitteraufwinds, der in der Grenzschicht wurzeln kann oder auch nicht |
| Hebungsindex |
LI |
K |
Der Auftrieb eines Pakets, das vom Boden bis 500hPa gehoben wird, ausgedrückt als die Differenz seiner Temperatur zur Umgebung |
| freigesetzter CAPE unterhalb 3km |
0-3CAPE |
J/kg |
Werte höher als etwa 100 J/kg erhöhen das Tornadopotential |
| Höhe des LFC |
LFC |
m (ü.NN) |
Wenn die Höhe des LFC unter etwa 1500m liegt, werden Tornados wahrscheinlicher. Viele Tornadofälle sind mit LFC-Höhen unter 1000m verbunden |
| konvektive Hemmung |
CIN |
J/kg |
Die Energie, die ein Paket aufbringen muss, um das LFC zu erreichen. Konvektion wird zunehmend unwahrscheinlicher, wenn der CIN 100 J/kg überschreitet. |
| Boden-ThetaE- minimale ThetaE |
|
K |
Ein Predikator für das Downburstpotential. Downbursts sind bei Werten über 13K möglich und ab 20K sehr wahrscheinlich |
HEBUNG (nicht in den Sondenanalysen) |
Schichtdickenadvektion |
Einer der Antriebsfunktionen in der quasigeostrophischen Omegagleichung. Warmluftadvektion stellt ein Antrieb für Hebung dar. |
Vorticityadvektion |
Einer der Antriebsfunktionen in der quasigeostrophischen Omegagleichung. Zunehmende zyklonale Vorticityadvektion mit der Höhe ist ein Antrieb für Hebung. |
oder Q-Vektordivergenz |
Ein Ausdruck, welcher obige Antriebsfunktionen miteinander verknüpft und daher nützlich ist, wenn sich diese gegenseitig aufheben. |
SCHERUNG |
| 0-6km Schermenge |
BSHR0-6 |
m/s |
hochreichende Windscherung, die starken Einfluss auf die konvektive Organisierung hat. 20m/s ist ein grober Schwellenwert für Superzellenbildung. Betrachte diesen Parameter gemeinsam mit der 0-3km SRH. 10 m/s ist ein typischer Wert für Multizellen. |
| 0-1km Schermenge |
BSHR0-1 |
m/s |
Scherung in den unteren Schichten. Bei über 8-10m/s nimmt die Chance für Tornados bei Superzellen zu. |
| 0-3km Helizität relativ zum Gewitter |
SRH0-3 |
m²/s² oder J/kg |
Bei über 150-200 m²/s² nimmt die Chance für rechtsausscherende Superzellen zu |
| 0-1km Helizität relativ zum Gewitter |
SRH0-1 |
m²/s² oder J/kg |
Bei über 100-150 m²/s² nimmt die Chance für Tornados bei Superzellen zu (bei der gegeben Lage, dass Superzellen bereits vorhanden sind) |
VERSCHIEDENES |
| LCL-Höhe |
LCL |
m und hPa |
gehobenes Kondensationniveau. Empirisch als wichtig für Tornados aufgezeigt. Falls höher als 1500m, nimmt die Chance für Tornados rasch ab. |
| Windgeschwindigkeit in 1500m ü.NN |
- |
m/s |
Ein Indikator für den Beitrag des vertikalen Transports von horizontalen Windgeschwindigkeiten zur Stärke von konvektiven Windböen. Bei 20 m/s Strömung in 850hPa kann fast jeder konvektiver Sturm schadensbringende Bodenwinde verursachen |