Hallo alle zusammen,
Martin und ich sind nach einem intensiven Gespräch nach der JHV zum Schluss gekommen das dieser Fall auf plausibel hochgestuft werden sollte. Da weitere Untersuchungen meinerseits noch laufen, gerade was die Ortslage Zühlsdorf betrifft, werde ich heute nur Bilder mit Kommentare zu Bereichen der Schneise mit abgeschlossener Recherche verlinken.
Zunächst einmal eine kurze Einführung in das Geschehen:
In der Nacht vom 7.10.2009 zum 08.10. 2009 zogen z. T. heftige Gewitter über Norddeutschland, welche gegen 0.45Uhr den Norden des Berliner Raumes erreichten. Heftiger Regen mit Sturmböen und eine recht hohe elektrische Aktivität waren die von mir beobachteten Erscheinungen. Interessant für diesen Fall ist, das der bodennahe Wind bis zum Eintreffen der Front aus südöstliche Richtung kam und dann während des Durchgangs sehr schnell auf Nordwest drehte.
Ein weiteres Detail ist der Umstand das die südliche Grenze der aufgetretenden Starkniederschläge fast Deckungsgleich zur Schneise liegt, was bedeuten könnte das dort ein sehr starker Aufwindbereich vorhanden gewesen sein könnte und damit die Tornadotheorie unterstützt.
Ob ein Zusammenhang mit dem Oranienburgverdacht besteht ist noch nicht klar, da es auf einer Länge von über 2km zw. den Fällen keine Schäden gibt. Deshalb hier auch zunächst die Trennung der Fälle. Allerdings würde ich aufgrund der Lage des Oranienburger Schadens zur langen Schneise bei Zühlsdorf einen Zusammenhang für durchaus plausibel halten.
EckdatenLänge der Schneise: ca.7km
Breite der Schneise: schwankt zw. 40m und 100m
Zeitpunkt: 01.00Uhr - 01.15Uhr
Ausprägung: nicht durchgängig, z.T. schwach ausgeprägt
Ausrichtung: West - Ost
1. Der Bereich westlich der L211 zw. Lehnitz und Summt die Bilder sind am 08.10.2009 entstanden
Dieser Teil der Schneise ist der Beginn des Zühlsdorf Falles, ab hier finden sich durchgehend Schäden in unterschiedlicher Intensität. Zu sehen ist eine schmale aber gut ausgeprägte Schneise. Seitlich dieser waren keine Schäden zu finden. Intensitäten bis T3.




2. Der Bereich östlich der L211 bis zur L21die Bilder sind am 09.10.2009 entstanden
sehr schwach ausgeprägt, dennoch stark genug um zu erkennen das hier ein Zusammenhang besteht. Meist Einzelschäden mit z. T. unterschiedlichen Fallrichtungen und Intensitäten die zw. T1 und T3 Bereich schwanken.



3. Bereich östlich der L21 bis kurz vor der Ortslage Zühlsdorfdie Bilder sind am 09.10.2009 entstanden
der Teil der Schneise mit den stärksten Schäden, was die Ausprägung der Scheise in der Breite und die Durchgängigkeit der Schneise betrifft. Intensitäten schwanken weiterhin zw. T1 und T3.








Aus dem Gespräch mit Martin ist noch hervorgegangen das die auf einigen Bildern zu sehenden Splitterbrüche eventuell in Richtung T4 diskutiert werden müssten.
viele Grüsse Heiko
viele Grüsse Heiko