Kann ich als Basic Spotter und Förderndes Vereinsmitglied zum Advanced Spotter (Premium) aufsteigen?

Definitiv. Die einzige Bedingung ist, dass eine Schulung durchgeführt und eine Zertifizierung absolviert wird. Nach bestandener Prüfung können Sie dann aktiv am Warnsystem partizipieren!

 

Welche Rechte und Pflichten haben Vereinsmitglieder?

Als Vereinsmitglied haben Sie die Möglichkeit, direkt am Vereinsleben Skywarns teilzuhaben. So können Sie an der jährlichen Vereinsversammlung teilnehmen und die Geschicke des Vereins direkt mitbeeinflussen. Desweiteren erhalten Sie nach erfolgreicher Zertifizierung Zugriff auf erweiterte Wetterdaten, welche das Spotten und Stormchasen erheblich vereinfachen. Zu den Pflichten gehört u.a., dass sie den jährlichen Jahresbeitrag von 30€ bezahlen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Vereinssatzung.

 

Muss ich nach der Zertifizierung Vereinsmitglied werden?

Natürlich nicht. Wenn Sie lediglich am Meldesystem aktiv teilnehmen wollen, brauchen Sie dem Verein nicht beizutreten. Diese Möglichkeit steht Ihnen im Nachhinein weiterhin offen.

 

Muss ich Meteorologe sein, um Skywarn beitreten zu können?

Nein! Sie sollten natürlich an (Extrem)Wetter interessiert sein, um dieses melden zu können. Obgleich Skywarn einige Meteorolgen als Vereinsmitglieder hat, braucht niemand vorher zu studieren. Das Skywarn Schulungscenter bereitet die Spotter perfekt auf die Zertifizierungen vor, so dass einer Spotterkarriere nichts im Wege steht.

 

Ich bin unsicher in Bezug auf die Melderichtlinien und die Skywarnhotline. Kann ich dies irgendwie üben?

Ja! Zum einen bietet das Schulungscenter zahlreiche Hilfestellungen und zum anderen besitzt Skywarn Deutschland eine eigene Übungshotline, welche das korrekte übermitteln der Wettermeldung ermöglichen soll. Die Übungshotline kann nach eigenem Bedarf genutzt werden.

 

Warum sollte ich ein Unwetter melden? 

 

Natürlich kann ich am Wetter nichts ändern und der Hagel wird möglicherweise mein Gemüse und meine Blumen zerstören, aber so ein Unwetter bleibt normalerweise nicht an einem Ort stehen, sondern zieht weiter und trifft dann andere Orte. Diese Orte könnten rechtzeitig vor dem Unwetter gewarnt werden, wenn ich zügig eine Meldung abgebe, die direkt an den Deutschen Wetterdienst und die Unwetterzentrale weitergeleitet wird.
Insbesondere bei Tornados kann so eine Meldung für die Bewohner der umliegenden Orte lebenswichtig sein, da weder das Wetterradar des DWD noch die Wettersatellien einen Tornado "sehen" können.

 

Warum muss ich eine Prüfung machen um am Meldesystem teilnehmen zu können?

 

Den Wetterdiensten und auch uns ist viel daran gelegen, dass die Informationen, die über das Meldesystem verschickt werden, wirklich zuverlässig sind. Wer absolut gar keine meteorologischen Vorkenntnisse hat, sieht z.B. eine trichterförmige Wolkenstruktur und meldet einen Tornado, obwohl es in Wirklichkeit gar keiner ist.
Solche Falschmeldungen wollen wir vermeiden und daher bieten wir jedem zukünftigen Beobachter eine Schulung an, wo ihm / ihr die Grundlagen zur Erkennung bestimmter Wetterphänomene, ihre Gefahren und die Physik dahinter vermittelt werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der sichere und korrekte Umgang mit der Meldehotline. Im Falle eines sehr schweren Unwetters ist man verständlicherweise aufgeregt und findet evtl. auf Anhieb nicht die richtigen Tasten für die Meldung und verliert so wertvolle Zeit.
Der Umgang mit der Meldehotline wird anhand realistischer Fallbeispiele trainiert - mit dem Ziel, dass man nicht mehr über jeden Schritt nachdenken muss, sondern es automatisch richtig macht. Mit dem Abschluss der Schulung durch die Prüfung hat der Beobachter gezeigt, dass er erkennen kann, was da gerade auf ihn zukommt und ein Unwetter schnell und sicher melden kann.

 

Warum wird bei der Meldung eine Handyortung durchgeführt (nach Freischaltung)?

 

Keine Angst, hier soll kein Bewegungsprofil eines Beobachters ermittelt werden! Die Ortung erlaubt es, bei der digitalen Übermittlung der Meldung den Standort so präzise wie möglich mit anzugeben (in den meisten Fällen ist die Genauigkeit besser als 5 km). Das ist für die Wetterdienste eine große Hilfe, denn sie sehen in ihrem Warnsystem sofort, wo das Unwetter gerade gemeldet wurde.
Früher musste man sich die Meldungen bis zum Schluss anhören um überhaupt zu erfahren, wo denn das Unwetter war. Häufig sind die Ortsnamen für die Warnmeteorologen völlig unbekannt und sie müssen erst einmal in einer interaktiven Karte den Ort suchen, bevor sie eine Warnung herausgeben können. Das ist umständlich und kostet viel wertvolle Zeit.
Außerdem besteht häufig die Gefahr, dass der falsche Ort bewarnt wird, denn viele Ortsnamen in Deutschland sind mitunter sogar im selben Landkreis mehrfach vorhanden. Trotz allem muss der genaue Ort in der Sprachmeldung mit angegeben werden, da es hin und wieder Probleme mit der Ortung gibt und eine Meldung ohne Ortsangabe nutzlos ist. 

 

Wer kann die Unwettermeldungen empfangen?

 

Neben dem Deutschen Wetterdienst und der Unwetterzentrale kann jeder Interessent die Unwettermeldungen von Skywarn Deutschland kostenlos per E-Mail abonnieren. Es ist nur anzumerken, dass die Meldungen noch nicht nach Bundesland oder Region gefiltert werden können, d.h. man bekommt alle Unwettermeldungen zugeschickt - auch die, die einen selbst gar nicht betreffen.

 

Ich habe vor einiger Zeit ein Unwetter beobachtet. Wo und wie melde ich dieses am besten?

 

Die Meldehotline ist ausschließlich für Ereignisse gedacht, die gerade erst passiert sind (alles, was nur wenige Minuten her ist), deshalb sollte sie für die Meldung länger zurück liegender Ereignisse nicht benutzt werden. Es gibt aber noch das Meldeformular auf der Homepage von Skywarn Deutschland, wo ein Unwetter in Textform gemeldet werden kann. Hierbei sollte man beachten, dass immer die aktuelle Zeit und das aktuelle Datum vorgeschlagen werden und ggf. geändert werden müssen. Wichtig sind folgende Angaben im Text der Meldung (sofern sie bekannt sind):

  • Wo genau ist das Ereignis passiert?
  • Wann genau ist das Ereignis passiert? 
  • Was ist passiert?  - Wie stark war das Ereignis?
  • Wie lange hat das Ereignis gedauert?
  • Wenn es Schäden gab, was für Schäden waren es und wie stark waren sie?
  • Wie war das Wetter kurz vor bzw. kurz nach dem Ereignis?

Auch wenn das Ereignis unter Umständen schon einige Monate zurückliegt, ist so eine Meldung trotzdem sehr nützlich. Sie hilft uns nämlich dabei, nach und nach eine Klimatologie verschiedener Wettererscheinungen für Deutschland zu erstellen.

 

Ich habe weitere Fragen!?

 

Kein Problem. Schreiben Sie unserem This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder kontaktieren Sie unser Forum.

   
© Skywarn Deutschland 2017